Von "Billiganbietern" und folgenschweren Konsequenzen - mit Beispielfall

Die aktuelle politische Lage in der Türkei führt gegenwärtig dazu, dass einige Patienten von einer Reise in die Türkei Abstand nehmen möchten. Auf der anderen Seite zeichnet sich aus den gleichen Gründen ab, dass eine klare Tendenz zu sogenannten „Billiganbietern“ geht, welche mit ihren Teams aus der Türkei vermehrt den Weg nach Deutschland oder Westeuropa suchen, um hier vor Ort Haartransplantationen anzubieten. Das Problem mit „Billiganbietern“ ist bekannt und auch Gegenstand diverser Forenbeiträge und Diskussionen: Billig ist jedoch sehr häufig die letzten Endes teuerste Variante, wenn es darum geht, die einmal missglückte Haartransplantation, die in aller Regel insbesondere mit optisch stark beeinträchtigenden Narbenbildungen verbunden ist, wieder zu korrigieren - soweit dies überhaupt noch möglich ist.

Korrektur-Operationen („Repairwork-OPs“) aufgrund deutlich sichtbarer Narbenbildungen, falsch gesetzter FU's, fehlerhaftem Haarliniendesign etc. erreichen - gemessen an westeuropäischen Maßstäben - schnell ein Kostenvolumen in der Größenordnungen von deutlich über 15.000 €, da sie in der Regel mit mehreren Repair-Eingriffen verbunden sind. Eine Nachfrage bei den von Hairforlife vorgestellten Ärzten hilft sicherlich jedem Interessenten weiter, dem diese Umstände bislang nicht bekannt waren.

Aber auch Korrekturen bei Kliniken in der Türkei, die wie die Hairline Clinic in Ankara (HLC, Team Dr. Özgür) über ein ausgezeichnetes Ärzteteam mit internationalem Renommee verfügen und die seit mehr als 15 Jahren exzellente Ergebnisse im Bereich FUE-Haartransplantationen und Korrekturen nach andernorts misslungenen Eigenhaarverpflanzungen belegen können, sind selbstverständlich nicht kostenfrei, sondern letztlich deutlich teurer, als ein „normaler“ Eingriff.

Das wesentliche Problem speziell bei den sogenannten „Billiganbietern“, die aktuell vermehrt aus den bereits erwähnten Gründen den Weg (unter anderem, aber insbesondere) nach Deutschland suchen, besteht darin, dass dort gar nicht oder nur mangelhaft ausgebildetes, sehr häufig nichtärztliches Personal im wahrsten Sinne des Wortes „am Werke“ ist. Zudem wird die FUE-Methode bei Haartransplantationen (Follicular Unit Extraction), die aufgrund ihrer bestechenden Vorteile als fortschrittlich, modern und ausgesprochen erfolgreich gilt, von diesen „Billiganbietern“ regelrecht verfremdet: Die Entnahme der FUs (Transplantate) im Spendergebiet erfolgt in der Regel mittels unsachgemäßen Gebrauchs eines Mikro-Motors und ist darüber hinaus nicht ausreichend verteilt. Erschwerend kommt hinzu, dass die ausführenden Behandler o.g. Anbieter zumeist keine spezielle Ausbildung zur optimalen Bedienung dieser Geräte genossen haben und demzufolge auch nicht über einen großen Erfahrungsschatz verfügen, der für fachgerechte und erfolgreiche Haartransplantation mittels dieser Geräte unabdingbar ist.

Eine solche als mangelhaft zu bezeichnende Behandlung hat zur Folge, dass Lochfraß- ähnliche Narben im Spendergebiet entstehen, die (unabhängig von der Haarlänge) immer durchschimmern und für den Patienten eine starke Beeinträchtigung darstellen. Die eigentlichen Vorteile der FUE-Methode, nämlich insbesondere eine „optisch narbenfreie“ Entnahme, wird durch derartiges Vorgehen quasi ins Gegenteil verkehrt (siehe ebenso den Artikel "Beispiel einer fehlerhaften Mikromotorentnahme in der Türkei - Istanbul"). 

Beispiel Patientenfall aus Süddeutschland, behandelt im Jahre 2014 in der Türkei - Istanbul mit Mikromotor

Als anschauliches und typisches Beispiel erwies sich der Patientenfall eines Hairforlife- Kunden im Alter von Ende 30 aus Süddeutschland. Er unterzog sich im Jahre 2014 einer Haartransplantation mit Mikromtor in Istanbul/Türkei.

FUE Haartransplantation Türkei Entnahmebereich nach Mikromotor-

FUE Haartransplantation Türkei Entnahmebereich nach Mikromotor - 2

FUE Haartransplantation Türkei Resultat Empfangsbereich

Die Korrespondenz fand im Vorfeld via E-Mail mit einer Dame statt. Die Behandlung sollte (so versprach es die Werbung) von einem namentlich benannten Arzt durchgeführt werden. Tatsächlich was dies jedoch nicht der Fall, wie sich später herausstellten sollte.

Eine präoperative Aufklärung hat praktisch gar nicht stattgefunden, Risiken wurden verschwiegen, respektive völlig verharmlost. Der Eingriff/die Haartransplantation wurde bei dem Patienten zudem nicht (wie beworben und suggeriert) persönlich von besagtem Arzt durchgeführt, sondern durch ganz offensichtlich nicht oder sehr schlecht ausgebildetes nichtärztliches Personal. Die Transplantatentnahme im Spendergebiet (Haarkranz) erfolgte hierbei unsachgemäß per sogenanntem Mikro-Motor. Dadurch wurde der Donorbereich derart massiv zerstört/ausgeschöpft, dass der Patient regelmäßig von Dritten darauf angesprochen wurde und sich somit peinlich berührt sehen musste. Die Anwuchsrate der ins Empfangsgebiet verpflanzten Transplantate/Grafts erwies sich als miserabel und kaum gegeben, ein Großteil der verpflanzten Grafts ist nicht angewachsen. Verpflanzt werden sollten 3.500 Grafts zu einem Preis von 3.000 €.

Bei fachgerechter Entnahme und Behandlung durch einen qualifizierten Behandler hätte all dies vermieden werden können. Die Behandlungskosten für die anschließend notwendigen Korrektur-Operationen liegen schätzungsweise bei ca. 20.000 €. Berechnungsgrundlage dieser Kosten ist das durchschnittliche Preisniveau gut ausgebildeter Haarchirurgen in Deutschland/in Westeuropa, so dass man vom marktüblichen Preisniveau renommierter Behandler sprechen kann. Der vermeintlich günstige und falsch beworbene Eingriff mit Kosten in Höhe von 3.000 € bei dieser Klinik in Istanbul verursacht also letztlich und im Vergleich zu dem eigentlichen Angebot exorbitant hohe Kosten.

Als Fazit ist zu resümieren:


Wer sich einer Haartransplantation unterziehen möchte, der sollte sich auf keinen Fall von unrealistischen „Dumpingpreisen“ locken lassen, sondern sich im eigenen Interesse an renommierte, erfahrene Behandler wenden, um Enttäuschungen, horrende Kosten und vor allen Dingen Beeinträchtigungen zu vermeiden, die man im schlechtesten Falle ein Leben lang zu tragen hat.

Hairforlife/Andreas Krämer blickt auf jahrelange Erfahrung und Marktkenntnis zurück und ist in allen Belangen rund um Haartransplantationen Ihr kompetenter Fachberater.

Der Fairness und Vollständigkeit halber soll an dieser Stelle jedoch noch erwähnt werden:

Nach Inanspruchnahme qualifizierter anwaltlicher Hilfe seitens ehemaliger Patienten zeigten sich verschiedene sogenannte „Billiganbieter“ im Ausland/speziell in der Türkei zu Eingeständnissen und Kompromissen bereit und leisteten Schadensersatz. Wobei es sicherlich eine maßgebliche Rolle spielte, dass ein Prozess der jeweilig betreffenden „Billigklinik“ schon alleine aus Imagegründen finanziell mehr „geschadet“ hätte und noch mehr Kunden fern gehalten hätte, als ein annehmbarer, für beide Seiten akzeptabler Kompromiss, der in der Öffentlichkeit in der Regel nicht publik wird.

Auch bei allen Fragen rund um „Hilfestellung in rechtlichen Angelegenheiten“ ist Hairforlife/Andreas Krämer Ihr Ansprechpartner. Hairforlife pflegt seit vielen Jahren eine Zusammenarbeit mit dem Fachanwalt für Medizinrecht, Herrn Christoph Bomke.

Autor: Fachanwalt für Medizinrecht Christoph Bomke – in Zusammenarbeit mit Hairforlife/Andreas Krämer



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