Die integrative Haartransplantation – Transplantierte Haarlinie und Stirnansatz im Zusammenspiel mit einem Haarersatz

Haarverlust ersetzen: Haartransplantation oder Haarersatz?

Wer an erblich bedingtem Haarausfall leidet (AGA, androgenetische Alopezie), macht sich in der Regel auch Gedanken darüber, wie es mit dem Haarstatus wohl weitergehen mag. Wird sich die Situation nach und nach verschlechtern, so dass kaum noch Eigenhaar übrig bleibt? Was kann man unternehmen, wenn Therapien nicht greifen und sich keine Besserung einstellt? Die Geheimratsecken bieten vielleicht bereits einen enormen Blickfang und die psychische Belastung nimmt zu bei Männern, aber auch bei betroffenen Frauen. Gerade junge Menschen fühlen sich durch den Haarverlust sehr belastet, im Vergleich zu Freunden und Kollegen mit vollem Haar nicht wohl und insgesamt sehr benachteiligt, zumal gerade in sehr jungen Jahren das Äußere die einzige Möglichkeit darstellt, sich als fit, gesund und ansprechend zu präsentieren im Beruf, im Privatleben, wie auch hinsichtlich der Partnersuche. Aber auch Männer im sogenannten „besten Alter“ leiden sehr darunter, ihre Haare zu verlieren. Nicht jedem steht eine Glatze oder eine „mm-Frisur“, zudem drückt das Aussehen dann oftmals eine gewisse „Härte“ aus, welche keinesfalls beabsichtigt ist. In vielen Berufssparten ist es den Betroffenen wichtig, insgesamt und auch mittels einer ansprechenden Frisur Souveränität und Versiertheit zu vermitteln.

Sogar sehr junge Menschen sind bereits von erblich bedingtem Haarausfall betroffen

Es zeichnet sich deutlich ab, dass der erblich bedingte Haarausfall bereits in der Pubertät auftreten kann und die Altersgrenze stetig sinkt, denn Berichte von Betroffenen belegen dies unter anderem in einschlägigen Internetforen zu dieser Thematik. Was aber sind die realistischen Optionen, wenn der Betroffene für eine Therapie mit Medikamenten zu jung ist oder diese keine Verbesserung hervorbringen kann?

Haartransplantation (Eigenhaarverpflanzung) oder Haarersatz (früher: Toupet)?

Es ist für Dritte nahezu unmöglich, für eine andere Person einzuschätzen, welche der beiden Lösungen zur Abhilfe bei Haarausfall/Haarverlust die optimale Versorgung darstellen könnte. Ob Haartransplantation oder Haarersatz – beide Möglichkeiten weisen eine Reihe an Faktoren auf, die es im Für und Wider genau abzuwägen gilt. Allem voran steht jedoch der Betroffene selber, denn dieser muss überlegen, ob zunächst einmal und vorab in der Theorie beide Möglichkeiten zur Verbesserung der Haarsituation eine Option für ihn sein könnten. Im Weiteren sollte eine umfassende Beratung stattfinden, anhand derer sich herausstellt, ob ein Betroffener überhaupt für eine Haartransplantation infrage kommt, denn leider kann nicht jeder von Haarausfall Betroffene pauschal mit einer Eigenhaarverpflanzung behandelt werden.

Wann kann keine Eigenhaarverpflanzung vorgenommen werden?

Zunächst müssen im Vorfeld verschiedene Rahmenbedingungen gegeben sein, bevor man beispielsweise bei einem Berater oder direkt bei einem versierten Haarchirurgen die Planung der eigenen Haartransplantation erörtert. Wichtig und entscheiden sind:

    • Als Ursache für den Haarausfall muss eine androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) diagnostiziert sein. Nur bei diesem Hintergrund ist gewährleistet, dass überhaupt eine Spenderzone (Haarkranz) zur Verfügung steht, aus welcher die zu transplantierenden follikulären Einheiten (natürliche Haarbündelungen, FUs) gewonnen werden können. Bei anderweitigen Haarausfallursachen, wie beispielsweise bei Vorliegen einer Alopecia Areata (großflächiger Haarverlust am gesamten Kopf) oder bei diffusem Ausfallmuster mit oder ohne Befund, kann keine Eigenhaarverpflanzung infrage kommen

    • Der Haarkranz ist zu sehr ausgedünnt und bietet nicht ausreichend Spenderhaare, welche für die Haartransplantation gewonnen werden können

    • Der Gesundheitszustand des Betroffenen muss den Eingriff einer Haartransplantation zulassen. Liegt eine extreme Neigung zu Narbenbildung vor, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, eine Unverträglichkeit bezüglich Narkosemitteln oder beispielsweise eine Hämophilie (Bluterkrankheit, vorwiegend bei Männern), dann ist eine Eigenhaarverpflanzung ebenfalls nicht oder (je nach Krankheitsbefund) nur in absoluten Ausnahmefällen möglich

Um die Möglichkeiten Haartransplantation und maßgefertigter Haarersatz genauer zu beleuchten und eine ausgewogene Entscheidung treffen zu können, sollten sich Betroffene von erblich bedingtem Haarausfall (hierbei Männer, wie auch Frauen) genauestens zu den wesentlichen Unterschieden und Besonderheiten informieren. Es bestehen doch gravierende Unterschiede zwischen Haarersatz und Haartransplantation.

Zu Haarersatz sollte man wissen:

Haarersatz war zu früheren Zeiten nur bekannt als Theaterperücke und als Toupet für Männer – einmal abgesehen von den „dienstlichen“ Perücken, welche in gehobenen Ämtern getragen wurden, wie es auch heute noch beispielsweise im britischen „House of Commons“ praktiziert wird. Diese aber passten weder damals, noch heute und sind ästhetisch betrachtet absolut keine Augenweide. Inzwischen hat der Haarersatz jedoch sein Nischendasein verlassen und ist, ebenso wie die Haartransplantation, zu einer modernen, sehr ansprechenden Option geworden, um bei Haarverlust zu neuer Haarpracht zu gelangen. Heute unterscheidet man im großen und Ganzen lediglich 2 wesentliche Sparten: Den maßgefertigten Haarersatz mit unterschiedlichen Monturen (Unterbauten) und die komplette Perücke, welche sowohl für den gesamten Kopf gedacht ist, wie auch in den meisten Fällen über dem noch vorhandenen Eigenhaar aufgezogen wird. In der Regel sind es Frauen, die sich mit Perücken ausstatten, darüber hinaus auch beide Geschlechter, sofern ein vollständiger Haarverlust vorliegt. Den insgesamt optimalsten Haarersatz bei Vorliegen eines erblich bedingten Haarausfalls (androgenetische Alopezie) und auch bei diffusem Ausfallmuster stellen die maßgefertigten Haarteile dar. Sie sind auf Folien oder Lace gefertigt, welche dieser Möglichkeiten zum Tragen kommt, hängt von den Wünschen und Lebensgewohnheiten des Anwenders ab. Lacemonturen (tüllartiger Netzunterbau) sind in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Von „ein wenig grob und sehr belastbar“ bis hin zu „filigran und recht empfindlich“. Auch ein Materialmix ist konfigurierbar für die Bestellung, aber auch hier kommt es darauf an, was genau und individuell benötigt wird und wie dem eigenen Bedarf unter Berücksichtigung des bestmöglichen Preis-Leistungsverhältnisses optimal entsprochen werden kann. Dies ergibt sich im Zuge eine umfassenden Beratung bei renommierten Haarersatzstudios. Die Besonderheiten von Haartransplantation und Haarersatz können im Vorfeld bereits zur Entscheidung beitragen, wenn es für Männer oder Frauen darum geht, die bestmögliche eigene Versorgung auszuwählen.

Pro und Kontra Haartransplantation (Eigenhaarverpflanzung)

    • Renommierte Experten der Haarchirurgie erzielen erstklassige Ergebnisse

    • Eine Haartransplantation bietet ein dauerhaftes Resultat, welches behandelt werden kann, wie Eigenhaar

    • Bei einer Haartransplantation sind nach 12 Monaten (Endresultat) keine Einschränkungen vorhanden, wie z.B. das tägliche Prozedere bei Haarersatz

    • Bei positivem Verlauf fällt es nach Erreichen des Endergebnisses niemandem auf, dass durch eine Haartransplantation Haare ergänzt wurden, Stichwort Natürlichkeit

    • Eine Eigenhaarverpflanzung kann das Aussehen erheblich verjüngen

    • Haartransplantationen sind kostspielig

    • Nach einer Eigenhaarverpflanzung benötigt das Endresultat etwa 12 Monate „Wartezeit“

    • Die Haartransplantation ist ein Eingriff am menschlichen Körper und daher mit einigen Risiken behaftet

    • Der Haarstatus kann sich aufgrund des Fortschreitens des erblich bedingten Haarausfalls verschlechtern, so dass Folgeeingriffe notwendig werden

    • Es können erhebliche Kosten im Falle von Folgebehandlungen entstehen

Pro und Kontra Haarersatz

    • Haarersatz benötigt keinen operativen Eingriff und birgt daher auch keine Risiken

    • Ein maßgefertigter Haarersatz kann ein exzellentes, natürliches Ergebnis erzielen (Voraussetzung: Gelungene Auswahl und etwas Geschick im Anbringen bei Selbstversorgung)

    • Haarersatz kann „mitwachsen“. Schreitet der Haarausfall fort, wird der nächstfolgende Haarersatz der aktuellen ausgedünnten Fläche angepasst

    • Bei Vorliegen jeglicher Haarausfallursachen kann Haarersatz getragen werden

    • Maßanfertigungen ermöglichen eine extrem hohe Passgenauigkeit, so dass in der Regel kein „Fremdkörpergefühl“ entsteht

    • Die Montur (Unterbau) kann dem Bedarf des Betroffenen angepasst werden

    • Die Haarlänge kann variieren, so dass man nach und nach von kurzen zu langen Haaren gelangen kann auf (für Außenstehende) scheinbar natürliche Weise

    • Haarersatz ist zwar deutlich kostengünstiger, als eine Haartransplantation, jedoch benötigt der Betroffene zumeist längerfristig einen Haarersatz, so dass nach einer gewissen Zeit Neuanschaffungen fällig sind

    • Maßgefertigter Haarersatz sollte auf die Kopfhaut geklebt werden, um einen bestmöglichen Tragekomfort zu erhalten

    • Kleber und Entferner können unter Umständen unangenehme Hautreaktionen auslösen

    • Mit Haarersatz hat man gewisse Einschränkungen zu tragen – je nach dem, welche Hobbys bevorzugt werden und ob man sich z.B. selber versorgt bei Pflege und Neuverkleben oder aber jeweils einen Studiobesuch zur Pflege wahrnehmen muss, welcher mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist

Was tun, wenn Haartransplantation oder Haarersatz „only“ nicht infrage kommen?

Nachdem zwar bereits sehr viele der Betroffenen von erblich bedingtem Haarausfall mit den heutigen, modernen und ausgereiften Methoden durch Haartransplantationen und Haarersatz versorgt werden konnten, zeigte sich dennoch, dass eine gewisse und besondere Klientel leider mit keiner der Möglichkeiten bedient und zufriedengestellt werden konnte. Gerade bei Vorliegen der sehr oft auftretenden Geheimratsecken wird dies als sehr belastendes Problem empfunden. Wer sind diese Menschen und wann kann ein solcher Fall eintreten?

    • Wenn eine Eigenhaarverpflanzung abgelehnt werden musste, da für eine großflächige, gelungene Behandlung nicht ausreichend Spenderhaar verfügbar ist

    • Wenn bereits mehrere Haartransplantationen durchgeführt wurden und der Haarausfall dennoch unaufhörlich und drastisch fortschreitet

    • Wenn eine „große“ Eigenhaarverpflanzung seitens des Betroffenen nicht infrage kommen kann (persönliche Einstellung, finanzielle Belange etc.) und Haarersatz alleine nicht zufriedenstellend ist

    • Wenn Haarersatz gewünscht ist, jedoch der Frontansatz nicht gefällt oder sich immer wieder löst durch Schwitzen oder fettende Kopfhaut

    • Wenn die Wahl zwar auf Haarersatz gefallen ist, der Betroffene jedoch unbedingt eine Frisur tragen möchte, bei welcher der Stirnansatz hochgestylt wird, so dass ein „Nichterkennen des Haarersatzes“ schwerlich gewährleistet werden kann

Für all´ jene Personen, die nach wie vor auf der Suche sind nach einem adäquaten Ersatz des verloren gegangenen Eigenhaares, kommt vielleicht eine weitere Option infrage, welche sich neuerlich aufgetan hat. Fachberater für Haartransplantationen und Haarersatz, so wie auch Haarchirurgen haben Überlegungen angestellt, wie man Betroffenen helfen könnte, für die keine der angesprochenen Maßnahmen eine gelungene Option sein kann. Ein Zusammenschluss beider Varianten, nämlich „Haartransplantation + Haarersatz“, kann hier eine lohnende und sehr ansprechende Alternative darstellen.

Die integrative Haartransplantation – oder Haarersatz + transplantierter Front

Ist das vielleicht ein neuer, zukunftsweisender Weg, der sich nach und nach etablieren wird als eigenständige Maßnahme in Sachen „Haare ersetzen“? Es scheint zumindest so zu sein, dass sich diese Möglichkeit zunehmender Beliebtheit erfreut bei betroffenen Frauen und Männern, denen auf bis dato bekannten Wegen leider nicht geholfen werden konnte. Man muss es ganz deutlich sagen: Der Frontansatz (Haaransatz an der Stirn) schwächelt leider immer noch bei der Lösung Haarersatz. Denkbar und auch machbar wäre nun also, den Haaransatz mittels einer Haartansplantation auffüllen oder neu gestalten zu lassen und den Haarersatz passgenau explizit dahinter anzusetzen. Falls vorhanden, werden auf diese Weise ebenfalls die Geheimratsecken aufgehoben und eine neue, natürliche Haarlinie wird gebildet. Die Frontpartie kann in den Haarersatz eingekämmt werden und die Gesamtoptik gestaltet sich in der Weise, dass trotz Haarersatzes immer ein natürlicher Ansatz zu sehen ist und keineswegs der Beginn der Haarersatzmontur. Die Haare wachsen aus der Kopfhaut und kein Außenstehender kommt auf die Idee oder sieht einen Anlass, es könnte ein Haarteil zu dieser neuen Frisur beitragen. An dieser Stelle mag so mancher denken, es tragen doch auch viele Prominente und Filmgrößen in den Rollen oder auch privat Haarersatz, der dem Anschein nach auch am Stirnansatz völlig „unsichtbar“ ist. Einmal abgesehen davon, dass man auf nahezu jeder Webseite von Haarersatzanbietern bestätigt bekommt, dass ein unsichtbarer Frontansatz gegeben ist. Hand aufs Herz: Welcher Anbieter eines Produktes würde die negativen Seiten beleuchten und nicht vielmehr alle Vorzüge hervorheben – auch dann, wenn die Angaben vielleicht nicht immer haltbar sind? In der Realität schaut es so aus, dass in der Tat ein sogenannter „Filmansatz“ zu erhalten ist bei Haarersatz. Dieser ist jedoch vergleichsweise extrem kostspielig und zudem auch nicht unbedingt alltagstauglich. Es handelt sich um eine derart filigrane Verarbeitung, dass die Betroffenen daran in der Regel keine Freude haben, weil sie sehr schnell untauglich werden. In Filmrollen ist der Frontansatz des Haarteils nicht als solches erkennbar, da Maskenbildner und Visagisten ihr Handwerk verstehen und erstklassige Visionen schaffen mittels Schminkutensilien und speziellen Produkten. Hier sollte man kein Beispiel festmachen, denn dieses handling entspricht nicht dem eines ganz normalen Bürgers, der seinen Alltag mit Haarersatz bestmöglich meistern möchte.

Fazit und Vorgehensweise

Eine Eigenhaarverpflanzung (Haartransplantation) bietet Männern, so wie auch Frauen (siehe auch Haartransplantation bei Frauen), nach heutigem Stand der Möglichkeiten noch immer die effektivsten und natürlichsten Ergebnisse bei Vorliegen eines erblich bedingten Haarausfalls – gerade hinsichtlich der natürlichen Ästhetik. Wer aktuell einen Entschluss fassen möchte für Haartransplantation oder Haarersatz, der sollte nicht vorschnell entscheiden und sich zumindest in alle Richtungen ausführlich informieren und beraten lassen. Die angesprochene, neue Alternative „Integrative Haartransplantation“ bedarf ebenso einer sehr intensiven Beratung, wie es auch bei der ganzheitlichen Eigenhaarverpflanzung der Fall ist. Eventuell kommen für diese Vorgehensweise sogar auch Betroffene infrage, die unter diffusem Haarausfall leiden, sofern es das Haarkranzvolumen laut professioneller Begutachtung zulässt. Unter den versierten und empfohlenen Experten für Haarchirurgie haben sich einige auf Haarliniengestaltung spezialisiert oder haben sich in der Hinsicht bereits einen Namen machen können. Ihr Berater wird Ihnen Auskunft geben, welcher Spezialist für Ihren individuellen Fall eine erstklassige Wahl sein kann. Zuerst muss abgeklärt sein, ob und wann die Haarlinie mittels Haartransplantation aufgefüllt werden kann. Erst dann geht es im 2. Schritt an die Haarersatzbestellung nach Maß. Da ohnehin etwa 12 Monate Wartezeit vergehen, bis die transplantierte Haarlinie in vollem Umfang ausgebildet ist und somit auch erst in dem Moment exakt vermessen werden kann, ist nach der Haarlinien-Haartransplantation ein ausreichendes Zeitfenster vorhanden, um mehrere renommierte Zweithaarstudios zu besuchen und anhand der dortigen Möglichkeiten zu entscheiden, wie der spätere Haarersatz explizit gestaltet werden soll. Auf diese Weise ist man hinsichtlich der Planung und Vorbereitung auf einem sehr guten Wege und kann sich auf eine ansprechende und ästhetisch sehr gelungene Haarsituation freuen.    



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