Streifenentnahme & Einsetzung follikulärer Einheiten (FUI)
Diese Haartransplantation - Technik stellt die Weiterentwicklung der Mini-Micrografts-Technik dar.
Dazu sollte man wissen, dass Haare unter dem Mikroskop betrachtet, in natürlichen Gruppen wachsen.
Follikuläre Einheiten unter dem Mikroskop

Auf dem Bild kann man deutlich die einzelnen follikulären Einheiten erkennen. Dabei kann jede Einheit 1 - 4 Follikel (Haare) enthalten.
Auch bei dieser Eigenhaarverpflanzung - Technik, wird zunächst ein elliptischer Streifen aus dem Haarkranz mit Skalpell entnommen, welcher jedoch später anstatt in Mini/Micrografts, in die oben gezeigten einzelnen natürlichen follikulären Einheiten (FU`s) zergliedert wird.



Die Zerlegung des Hautstreifens und Präperierung der Graft`s/FU`s

Anschließend wird dieser behaarte Hautstreifen mit Hilfe eines hochauflösenden Mikroskopes in die einzelnen follikulären Einheiten zergliedert und in die vorbereiteten Empfangsöffnungen eingesetzt. Die nun für die Einsetzung bereitstehenden follikulären Einheiten werden teilweise auch als Grafts bezeichnet. Der englische Begriff lautet dafür Follicular Unit (FU).
Die zerlegten follikulären Einheiten

Ein großer Unterschied zu der Mini-/Micrograft-Technik besteht darin, dass hier nicht der Chirurg willkürlich die Transplantations-/Graftgröße festlegt, sondern diese schon durch die Natur festgelegt sind.
Ziel ist es die Haarnatur so gut wie möglich nachzuahmen. Somit kann der teilweise bei der Mini-Micrograft-Technik auftretente "Durchschimmer-Blick" vermieden werden.
Vorteile:
- Man kann relativ viele Grafts in einer Sitzung verpflanzen
- Die Operation verläuft schnell
- Oft relativ günstig
- Sehr gute Anwachsraten
- Durch die kleineren Grafts kann auch eine höhere Dichte erreicht werden
- Kaum oder kein Shockfallout*
- Natürliche Resultate
- Es wird keine, oder nur sehr wenig Haut versetzt und es enstehen keine Kopfhautdellen
Nachteil:
- Eine Narbe bleibt sichtbar und damit können die Haare nicht mehr kurz geschnitten werden. Je breiter die bleibende Narbe, um so länger müssen auch die Haare sein, um die Narbe verdecken zu können. Man hat in der Vergangenheit Narben beobachtet die in der Breite von 2 mm bis + - 1 cm variert haben. Neben der Fähigkeit des Arztes und seiner Technik, scheint es auch sehr individuell zu sein, wie breit die zurückbleibende Narbe wird.
- Durch die Narbe verspüren manche Betroffene einige Zeit Spannungen am Hinterkopf
- Bei der Entnahme des Hautstreifen werden Grafts zerstört
*Shockfallout: Werden Grafts zwischen noch vorhandene Haare dazwischen gesetzt, kann es sein, dass diese Haare durch die Arbeit im Umgebungsgebiet geschockt werden und somit ausfallen. In der Regel wachsen diese Haare jedoch in 3-4 Monaten wieder nach.