Haarverpflanzung - Fragen/Antworten/Informationen
Was ist eine Haarverpflanzung?
Definition:
"Haarverpflanzung (genannt auch Eigenhaarverpflanzung , Haartransplantation , Haarumverteilung) ist eine Umverteilung des Haares. Dabei setzt man Haare von hormon-unempfindlichen Stellen (Donor-Area sprich Entnahmegebiet), auf vormals kahle Stellen. Ziel ist es, die Haare so geschickt und ästhetisch umzuverteilen, dass das Resultat möglichst maximal ist und somit eine möglichst maximale ästhetische Verbesserung bringt. Das Haar, das zur Rettung zur Verfügung steht, sprich das Entnahmegebiet steht nur begrenzt zur Verfügung und muss ein Leben lang reichen" Deswegen plant der verantwortungbewußte Chirurg immer die nötigen Sicherheitsreserven mit ein, damit weiter fortschreitender Haarausfall durch Folgebehandlungen berichtigt werden können.
Weitere Information über das Prinzip der Haartransplantation finden Sie unter "Was ist eine Haarverpflanzung? "
Ist das Resultat bleibend?
Ja, Haarfollikel (Haarwurzeln) werden aus dem festen „Haarkranz", also vom Hinterkopf und oberhalb der Ohren entnommen und anschliessend auf die lichten bzw. kahlen Gebiete des Oberkopfes umverteilt. In diesem „Haarkranz"-Gebiet (Spendergebiet oder auch Donorgebiet genannt) besitzen alle Haarwurzeln die genetische Information, gegenüber dem „Verursacher" des Haarausfalls, dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT), unempfindlich zu sein. Diese genetische Information bzw. Resistenz gegenüber dem DHT geht auch nach der Umverteilung nicht verloren, so dass die transplantierten Haare auch auf den kahlen oder lichten Gebieten ein Leben lang wachsen.
Werden meine Haare wieder so voll wie früher? Bekomme ich noch mal mein Haar wie mit 18?
Jedem der sich mit einer Haartransplantation behandeln läßt, muß sich über folgendes klar sein:
Der Haarkranz, also die Donorhaare stehen nur einmal zur Verfügung und sind nicht unendlich, sondern begrenzt. Wichtig ist daher, diese begrenzte Anzahl lebenslang wachsender Spenderhaare, sehr ökonomisch umzuverteilen, heißt in`s Auge stechende wichtige Stellen mit einer höheren Dichte zu bepflanzen und andere Stellen weniger dicht. Als Resultat ist im Idealfall die Illusion von deutlich mehr Haar als tatsächlich eigentlich vorhanden ist. Eine Haartransplantation ist jedoch keine „Zauberei" und der volle Haarschopf eines Jugendlichen nicht erreichbar.
Letztendlich hängt die Zufriedenheit mit dem Resultat einer Haartransplantation auch von den realistischen Erwartungen ab - bezüglich der erzielbaren Dichte und der Grösse der Oberfläche, die am Ende ausreichend bedeckt werden kann
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Durch die Anwendung von örtlicher Betäubung ist die gesamte Haarverpflanzung schmerzlos. Das örtliche Betäubungsmittel wird zu Beginn der Behandlung im Haarkranz, dem Donorgebiet und später dann im Empfangsgebiet mit sehr viel Sorgfalt eingespritzt, so dass auch dabei so gut wie keine Schmerzen auftreten. Am Abend und in der Nacht nach der Behandlung fühlt man einen gewissen störenden Wundschmerz, der aber mit leichten Schmerzmitteln gut zu ertragen und am nächsten Morgen fast vollkommen abgeklungen ist.
Was ist vor der Behandlung mit Haartransplantatation zu beachten?
Vor der Behanldung sind einige Hinweise vom Patienten zu beachten, hier eine kurze Übersicht:
- Bitte trinken Sie 4-5 Tage vor Ihrer Behandlung keinen Alkohol und gehen Sie zeitig zu Bett, um möglichst ausgeruht zu sein. Zudem sollten Sie am Operationstag auf Kaffee verzichten
- 7 Tage vor der Operation nehmen Sie bitte keine Vitamtabletten zu sich, in welchen Vitamin B, oder E enthalten ist.
- Am Tag der Behandlung tragen Sie bequeme, lockere Kleidung, die nicht über den Kopf an- bzw. ausgezogen werden muss (z.B. Hemd).
- Schmerzmittel wie Aspirin, oder andere Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, dürfen 10 Tage vor der Behandlung nicht mehr eingenommen werden, wie auch Aufputsch- und Betäubungsmittel.
- Wenn Sie regelmssig ärztlich verschriebenen Medikamenten einnehmen, muss der Arzt im Vorfeld der Behandlung darüber informiert werden.
- Wenn Sie regelmässig Medikamente gegen Blutgerinnungsstrungen bzw. Cumarin-haltige Medikamente (z.B. Marcumar) einnehmen, müssen wir uns zunächst mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen.
- Sollten Sie minoxidilhaltige Haarausfall-Mittel wie Regain, Rogaine, Lipoxidil verwenden, verwenden Sie diese bitte ca. 7 Tage vor der Operation nicht mehr.
- Haarausfallmittel mit Finasterid (Propecia, Proscar) können weitergenommen werden
Was ist nach der Behandlung einer Eigenhaarverpflanzung zu beachten?
Im Gebiet der Einsetzung kann eine Schwellung (leicht bis stark) entstehen, welche nach 2-3 Tagen auch meist im Gesicht zu sehen ist. Diese verursacht keinerlei Schmerzen, kann aber manchmal sehr entstellend wirken, wie beispielsweise ein Boxer nach seinem Kampf. In Gesellschaft von Anderen fühlt man sich dann in aller Regel recht unwohl. Die Schwellung klingt innerhalb 5-7 Tagen ab (in Einzelfällen jedoch bis 3 Wochen). Sport, Schwitzen, schwere körperliche Arbeit sowie das Arbeiten in staubiger oder feuchter Umgebung sind für eine komplikationslose Heilung während der ersten 2 -3 Wochen auf jeden Fall zu vermeiden. Schwimmen (Chlor), Sonneneinstrahlung (Sonnenbank), Sauna und das Tragen von Toupets sollten über einen Zeitraum von 4 Wochen nach der Haartransplantation - Haarverpflanzung - Eigenhaarverpflanzung vermieden werden.
Was ist nach der Haartransplantation zu erwarten?
In der Regel ensteht ca. 1-2 Tagen nach der Behandlung eine Schwellung, welche auch das Gesicht mit einbezieht. Man gleicht dann einem Boxer nach einem Kampf. Die Schwellung ist vollkommen schmerzlos, man sich jedoch verständlicherweise nicht gerade wohl fühlt.
Nach ca. 5 Tagen ist die Schwellung in der Regel abgeklungen (in Einzelfällen kann es jedoch deutlich länger bis 2-3 Wochen dauern) und für Aussenstehende nicht mehr wahrzunehmen.
In den Empfangsgebieten bzw. den transplantierten Bereichen entstehen nach der Operation Krusten, welche sich nach ca. 10 Tagen langsam von selbst lösen. Die meisten Patienten planen von daher 10 Arbeitstage Urlaub ein (damit die Krusten nicht mehr gesehen werden können), was demnach oft ca. 14 Wochentage bedeutet und damit kommen diese in der Regel hin .
Nach Abfall der Krusten kann jedoch das Einsetzgebiet noch für einige Zeit rötlich, oder rosa sein - in Einzelfällen gar bis einige Wochen (2-3 Monate). Wie lange genau diese Rötung anhält, ist immer sehr indivudell. Wenn dies jedoch noch stört, kann diese Stellen in der Regel recht gut mit einem Abdeckstift in der Farbe seiner Haut überdecken.
Bei einer durgeführten Haartransplantation mit der Streifenmethode, können die Fäden ca. 14 Tage danach entfernt werden (nicht nötig nach einer Eigenhaarverpflanzung - mit der FUE-Technik). Im Falle einer längeren Anreise muss dies nicht der Praxis des Arztes erfolgen, sondern kann auch durch Ihren Hausarzt vorgenommen werden.
Innerhalb der ersten 2-6 Wochen nach Behandlung werden die transplantierten Haare zunächst wieder ausfallen. Dies ist vollkommen normal und leider nicht zu vermeiden. Die Ursache dafür ist ein vorübergehender Sauerstoffmangel, den die transplantierten Haarwurzeln während der Behandlung erleiden. Diese werden dadurch derartig geschwächt, dass sie vorübergehend in eine Ruhephase übergehen und die Haare zunächst einmal abstossen.
Ca. 3 bis 5 Monaten nach der Haartransplantation beginnen dann die ersten Haarwurzeln wieder Haare zu produzieren.
Wenn man in bestehendes Resthaar reintransplantiert, ist darauf hinzuweisen, dass die Frisur für einige Wochen (bis 3-5 Monate) unschöner aussehen kann, da einmal die genannten Rötungen zu sehen sind und zudem einige bestehende Haare in eine Ruhephase (Shock-Fall-Out) fallen können. Wenn dann die Haare aus der Ruhephase zurückkommen (3-5 Monate), neben den neu eingesetzen Haaren (welche ebenso nach ca. 3-5 Monate in der Regel mit dem Wachstum beginnen), stabilisiert sich dann das Erscheinungsbild von Woche zu Woche, aber mit einer schlechteren Haarsituation bis Monat 3-5, kann gerechnet werden.
Dieses „neue" Haarwachstum erfolgt sehr langsam und nicht in allen transplantierten Haarwurzeln gleichzeitig. Ausserdem ist der Wachstumsbeginn, -verlauf und -geschwindigkeit sehr individuell und stark von Patient zu Patient unterschiedlich. In dieser Zeit können auch immer wieder kleine Pickelchen entstehen, da das neue Haar mit dem Haarschaft seinen Weg sucht.
Nach 6 bis 10 Monate werden immer mehr neue Haare wachsen und für viele sieht dann das Haar schon beeindruckend voller und dichter aus. Aber selbst nach Monat 11 gibt es oft noch mal Verbesserungen, bis dann nach 12 Monaten vom Endresultat gesprochen wird.
Festzuhalten gilt hier, dass es auch immer Einzel-Fälle gibt. Also Menschen, bei denen bereits nach 3-5 Monaten eine schöne optische Verbesserung entstanden ist, jedoch auch Menschen, bei denen es einfach länger dauert, sogenannte "Spätstarter". Gar gab es schon Fälle, bei denen das Hauptwachstum erst zwischen 8 - 10 Monaten begann. Beides sind natürlich Ausreißer, jedoch möglich und immer wieder gesehen.
12 Monaten nach der Eigenhaarverpflanzung sollten bereits alle eingepflanzten Haare wachsen und wie erwähnt spricht von einem Endresultat.
Manchmal jedoch wachsen eingepflanzte/transplantierte Haare zunächst etwas feiner und die Haarkaliber - Stärke entwickelt sich erst mit der Zeit. Deshalb gibt es gar nach 12 - 18 Monate oft noch mal spürbare Verbesserungen, da sich hier dann das Haarkaliber erneut positiv verändert (Haare werden dicker), was ebenso noch zusätzliches Volumen gibt.
Hier drei interessante Informationen zu diesem Thema aus anderen internationalen Forem:
http://www.hairsite4.com/dc/dcboard.php?az=show_mesg&forum=12&topic_id=43888&mesg_id=43888&page=
http://www.hairsite4.com/dc/dcboard.php?az=set_threaded_mode&forum=12&page=&topic_id=45731&prev_page=show_mesg
http://www.hairlosshelp.com/forums/messageview.cfm?catid=5&threadid=65603
Die „neuen" - eigenen Haare wachsen dann in der Regel lebenslang und können frisiert und „gestylt" werden, ganz wie Sie es wollen. Spezielle Produkte zur weiteren Behandlung sind nicht erforderlich. Verwenden Sie Ihr übliches Shampoo, bei Bedarf Haar-Gel, Wachs oder Spray - ganz so, wie Sie es gewohnt waren
Wie lange dauert es bis ich wieder gesellschaftsfähig bin?
Wie oben beschrieben ensteht ca. 1-2 Tagen nach des Eingriffes eine Schwellung, welche auch das Gesicht mit einbezieht. Man gleicht dann einem Boxer nach einem Kampf. Die Schwellung ist vollkommen schmerzlos, man sich jedoch verständlicherweise nicht gerade wohl fühlt.
Nach ca. 5 Tagen ist die Schwellung in der Regel abgeklungen ( in Einzelfällen kann es jedoch deutlich länger bis 2-3 Wochen dauern) und für Aussenstehende nicht mehr wahrzunehmen.
In den Empfangsgebieten bzw. den transplantierten Bereichen entstehen nach der Operation Krusten, welche sich nach ca. 10 Tagen langsam von selbst lösen.
Die meisten Patienten planen von daher 10 Arbeitstage Urlaub ein (damit die Krusten nicht mehr gesehen werden können), was demnach oft ca. 14 Wochentage bedeutet und damit kommen diese in der Regel hin . Nach Abfall der Krusten kann jedoch das Einsetzgebiet noch für einige Zeit rötlich, oder rosa sein - in Einzelfällen gar bis einige Wochen (2-3 Monate). Wie lange genau diese Rötung anhält, ist immer sehr indivudell. Wenn dies jedoch noch stört, kann diese Stellen in der Regel recht gut mit einem Abdeckstift in der Farbe seiner Haut überdecken.
Hat man in bestehendes Resthaar reintransplantiert, kann ebenso die Frisur für einige Wochen (bis 3-5 Monate) unschöner aussehen, da einmal die genannten Rötungen zu sehen sind und zudem einige bestehende Haare in eine Ruhephase (Shock-Fall-Out) fallen können. Wenn dann die Haare aus der Ruhephase zurückkommen (3-5 Monate), neben den neu eingesetzen Haaren (welche ebenso nach ca. 3-5 Monate in der Regel mit dem Wachstum beginnen), stabilisiert sich dann das Erscheinungsbild von Woche zu Woche, aber mit einer schlechteren Haarsituation bis Monat 3-5, ist somit also zu rechnen.
Wieviele Grafts benötige ich und was kostet eine Eigenhaarverpflanzung?
Die meisten Ärzte rechnen nach eingesetzten Grafts ab und wieviele Grafts man benötigt, hängt von den indivudellen Zielen ab und damit auch, wie groß die zu transplantierende Fläche ist (also z.B. wie hoch/tief wird die neue Haarlinie angelegt) und wie dicht transplantiert werden soll bzw. wird.
Die Anzahl der zu erzielenden bzw. erzielbaren Grafts und die daraus resultierende Dichte sind zum einen abhängig von der Grösse der zu behandelnden Oberfläche (Empfangsgebiet), zum anderen von den Eigenschaften des Donorhaares (Dichte des "Haarkranzes", Haarschaftdurchmesser, Haarfarbe bzw. Kontrast zwischen Kopfhaut und Haar, lockiges, welliges oder glattes Haar etc.).
Um die für Sie individuell erforderliche Graft-Anzahl genau zu bestimmen, ist ein persönliches Beratungsgespräch notwendig, bzw. sollten Sie einige Bilder per Mail zusenden (unverbindlich und kostenlos).
Was nun eine Haartransplantation kostet, hängt nun von dem Preis des entsprechenden Arztes pro Graft ab und je nach Wahl der Technik.
Weitere Informationen gefällig? Gerne beraten wir Sie hier kostenlos und unverbindlich.